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Flüchtlingsprojekt

18.12.2016

Sieben Wochen hat die Klasse 4b in Sachunterricht, Deutsch und Kunst an dem Projekt "Flüchtlingskinder bei uns " gearbeitet. Herausgekommen sind dabei jede Menge Texte, Bilder und Fotos, die abschließend zu einem achtseitigen Heft zusammengesfasst wurde. Das Ergebnis dieser Gemeinschaftsproduktion hat die Klasse bei einem Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung eingereicht und wartet nun gespannt auf das Ergebnis. Was in jedem Falle dabei herausgekommen ist, sind interessante Erfahrungen und ein Einblick in fremde Lebenswelten, der die Kinder nachdenklich gemacht hat. Sie haben motiviert und selbständig gearbeitet und dabei auch noch eine Menge Spaß gehabt. Das entstandene Heft ist hier zu sehen ...

Sandra Heine und Dorothee Siebels

 

Einleitung der Kinder:

Einleitung

Wir, die Klasse 4b von der Grundschule Adendorf haben uns mit dem Thema „Flüchtlingskinder bei uns“ beschäftigt. An unserer Schule und auch in unserer Klasse haben wir seit diesem Jahr einige Flüchtlinge. Seit den Herbstferien haben wir in Sachunterricht, Deutsch und Kunst an diesem Projekt gearbeitet. Für den Wettbewerb haben wir erst mal überlegt, was wir schon über Flüchtlinge wissen und was wir noch wissen möchten. Unser Klassenlehrer hat uns das Buch „Bestimmt wird alles gut“ von Kirsten Boie vorgelesen. Viele Kinder haben Artikel aus der Zeitung und aus der Geolino mitgebracht. Außerdem haben wir alle eine Zeitschrift von der Kindernothilfe bekommen, in wir zum Beispiel die Geschichte „Robinson auf der Flucht“ gelesen haben. Im Sachunterricht haben wir uns Interview-Fragen einfallen lassen und überlegt, wen wir interviewen wollen. Wir haben Gruppen gebildet und die Interviews geplant. In Deutsch haben wir erst einmal geübt, wie man

 

beim Interview ziemlich schnell die Antworten in Stichpunkten notieren kann und auch Probe-Interviews gemacht. Zuerst wollten alle Kinder der Klasse nur Flüchtlingskinder befragen. Später haben wir aber auch andere Leute interviewt, die mit Flüchtlingen arbeiten.

Wir haben selber versucht, ein Fluchttagebuch erfinden. Also haben wir zunächst einzeln Tagebucheinträge geschrieben. Dann haben wir die besten Ideen in Gruppenarbeit zu einem gemeinsamen Text übernommen. Die einzelnen Abschnitte der Gruppen haben wir am ende zu einem gemeinsames Tagebuch zusammen gefügt. Einige Kinder haben stattdessen zusammen eine Geschichte geschrieben.

Die Bilder sind im Kunstunterricht entstanden. Dabei hatten ziemlich freie Wahl, was genau wir aus dem Interview, das wir geführt hatten, malen. Nach fast jeder Stunde konnten wir unsere Meinung abgeben, wie uns die ein Stunde heute gefallen hat. Insgesamt kann man sagen, dass das Projekt sehr interessant war und uns großen Spaß gemacht hat.

 

Zusammenfassung

 

Zum Ende unseres Projektes können wir sagen, dass sich einige Hoffnungen und Erwartungen der jungen Flüchtlinge bei uns in Adendorf erfüllt haben. So sind sie z.B. heile in Deutschland angekommen, sie können hier gut und friedlich leben und sie haben neue Freunde gefunden. Es tut ihnen gut, wieder mit Freundinnen und Freunden spielen zu können, ohne Angst vor Bomben haben zu müssen. In ihrer Freizeit haben sie auch Spaß im Sportverein. In den Ferien gibt es spezielle Angebote von unserer Schulsozialarbeiterin Laura, die mit den Flüchtlingskindern bastelt und unsere Sprache übt.

In der Schulzeit bekommen die Flüchtlingskinder an unserer Schule bei Frau H. Sprachunterricht - mal in kleinen Gruppen, mal einzeln. Frau H. ist extra für die Flüchtlingskinder an unsere Schule gekommen. Es ist echt toll, wie schnell die Kinder schon so viel Deutsch gelernt haben. Eine ehrenamtliche Familienbetreuerin hat uns erzählt, dass die Kinder viel schneller Deutsch lernen als die Erwachsenen. An der Oberschule in Adendorf lernen alle Flüchtlingskinder gemeinsam in einer DaZ Klasse Deutsch und auch Mathe. Manchmal fällt es den Kindern ganz schön schwer, z.B. das Einmaleins zu lernen. In einzelnen Fächern gehen einzelne Kinder auch in andere Klassen hinein, um dort normal mitzulernen.

Manchmal fehlt es aber nicht nur an schulischen Inhalten, sondern auch an ganz konkreten Dingen, wie z.B. an Schränken, Spielzeug oder guten Wohnungen. Auf Dauer wollen die Flüchtlingskinder in Adendorf nicht in Containern wohnen bleiben. Einige Kinder wollen nach dem Krieg in ihrem Heimatland auch gerne wieder zurück in ihre Heimat, andere wollen lieber hierbleiben.

Wir wünschen uns von den Flüchtlingskindern bei uns, dass sie mit uns spielen und dass sie friedlich sind. Dazu sagte unser Flüchtlingskind Mohamed: „Das ist doch das, was wir auch wollen!“

Ergebnis

 

Ich weiß jetzt mehr darüber, wie sich junge Flüchtlinge bei uns fühlen und wie sie leben.

 

 

Flüchtlinge sind nicht so schlimm, wie viele denken; sie sind nett und gar nicht so anders.

 

 

Ich habe mir vorher gar keine Gedanken gemacht, wie schwer es ist, eine neue Sprache zu lernen.

 

Es ist mir jetzt wichtig, dass wir Flüchtlingen auf Augenhöhe begegnen.

 

 

 

Ich habe mich mit einem Flüchtlingskind angefreundet.

 

 

Fotoserien zu der Meldung


Flüchtlingsprojekt (18.12.2016)